Europ. Gerichtshof für Menschenrechte bestätigt einstimmig: Ehe ist die Verbindung von Mann und Frau

Logo Vater Mutter KindIn einem aktuellen Fall hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGhMR) einstimmig bestätigt, daß der Begriff „Ehe“ einzig die Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau bezeichnet. Die Präsidentin der Europäischen Bürgerinitiative „Mum Dad & Kids / Vater, Mutter, Kind“, Edit Frivaldszky, begrüßte die Entscheidung des EGhMR und sieht darin eine wichtige Bestätigung der Initiative. 

Stéphane Chapin und Bertrand Charpentier aus Frankreich hatten 2004 entgegen der damaligen Rechtslage vor dem Bürgermeister einer französischen Kleinstadt eine sog. „gleichgeschlechtliche Ehe“ geschlossen. Die Ehe wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft vom zuständigen Gericht in Bordeaux für nichtig erklärt. Chapin und Charpentier sahen in dieser Entscheidung ihr Menschenrecht auf Eheschließung und Familiengründung gem. Artikel 12 sowie ihr Recht auf Achtung ihres Familienlebens gem. Art. 8 der Menschenrechtskonvention verletzt. Der EGhMR wies diesen Antrag diese Woche zurück und bestätigte in seinem Urteil, daß der Begriff „Ehe“ in Artikel 12 eine klare und eindeutige Bedeutung hat: eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau.

Die Vorsitzende des Bürgerausschußes der EBI „Vater Mutter, Kind“, Edit Frivaldszky, sagte dazu: „Es erfüllt uns mit großer Genugtuung, dass der Gerichtshof den Standpunkt, den auch unsere Bürgerinitiative vertritt, mit solcher Klarheit und Entschiedenheit bekräftigt hat: die Ehe zwischen Mann und Frau ist etwas Besonderes und Einzigartiges. Ein wesentlicher Zweck der Ehe ist das Wohl der Kinder – und das Kindeswohl gebietet es, in der Einheit und Liebe von Vater und Mutter aufzuwachsen. Die Menschenrechtskonvention bietet keine Grundlage für frivole Versuche, die Gesetzgeber in den einzelnen Mitgliedstaaten zur Neudefinierung der Ehe zu zwingen. Wenn von gewissen Kreisen behauptet wird, dass die ‚gleichgeschlechtliche Ehe‘ ein Menschenrecht sei, dann ist spätestens jetzt klar: solche Behauptungen sind falsch, entbehren jeder Grundlage, und erfolgen wider besseres Wissen.“

Maria Hildingsson, die Generalsekretärin des Ausschusses, fügte hinzu: „Artikel 12 der Konvention stellt die Ehe in einen direkten Zusammenhang mit der Familie. Es ist ganz klar, dass das heutige Urteil auch Auswirkungen darauf hat, wie der Begriff ‚Familie‘ zu verstehen ist: sie gründet sich auf die Ehe zwischen Mann und Frau, und auf die Abstammung des Kindes von seinen Eltern.“

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38 Kommentare zu „Europ. Gerichtshof für Menschenrechte bestätigt einstimmig: Ehe ist die Verbindung von Mann und Frau

  1. Zunächst ist diese ein toller Erfolg, für alle, die diese Initiative ins Leben gerufen haben, und für alle die Ehe nie anders als zwischen Mann und Frau verstanden haben. Traurig ist allerdings, dass eine solche Selbsverständlichkeit überhaupt in Frage gestellt wurde und wird, und ein Gerichtshof erst für eine Rechtssicherheit sorgen muss.

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  2. Dass in der heutigen Zeit die Ehe fest definiert wird als ein Band zwischen Mann und Frau, ist nur noch mittelalterlich absurd. Kinder entwickeln sich bei gleichgeschlechtlichen Pärchen nicht schlechter, das ist konservativer Irrsinn. Existieren dafür Studien, die belegen, dass sich Kinder anders entwickeln?
    In der heutigen gesellschaft sind homosexuelle Pärchen normal. Dennoch werden sie noch von genug Menschen diskriminiert, weil ihnen ein Menschenbild in die Köpfe gelegt wird, dass nur Mann-Frau-Paare völlig akzeptiert. Gleichgeschlechtliche Pärchen tragen in dieser Hinsicht sogar noch dazu bei, unsere Gesellschaft toleranter zu machen.
    Dieses Urteil als Erfolg zu feiern, kommt einem großen Schritt zurück in der Geschichte gleich.

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    1. Es sollte erst mal ne Studie geben,die beweist,dass Kinder bei gleichgeschlechtlichen Paaren genauso gut aufwachsen,wie bei richtigen Eltern.Ansonsten geht der “ Versuch“ womöglich noch auf Kosten der Kinder,was nicht akzeptabel ist.Es ist an Egoismus kaum zu überbieten,wenn gleichgeschlechtliche Paare Kinder haben wollen ohne genau zu wissen,ob es ihnen nicht schadet.Es geht nicht um Eiteitei,Liebe und das ganze Gesülze sondern um Identifikation,um Orientierung. Dafür sind Mann und Frau wichtig. Wenn sich in 20-30 Jahren die Psychiatrien füllen mit diesen armen Kindern,wissen wir warum…..

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      1. Ich verstehe das Urteil allein auf den Begriff „Ehe“ bezogen. Nicht auf die Fähigkeit Kinder zu erziehen. Klärung der Definition eines Begriffes.
        So wie ein e-Book kein Buch ist, sondern eine moderne Form des Lesens. Auch wenn man mit der Zeit geht.
        Partnerschaft ist Partnerschaft, und eine dieser Partnerschaften ist definiert als Ehe. Da sehe ich persönlich keine Wertung. Nur das gleichgeschlechtliche Partnerschaften einen anderen Begriff haben sollten, um sie von einer Ehe unterscheiden zu können.
        Wenn jede begriffliche Unterscheidung eine Discriminierung bedeutet, dann dürfte man die Begriffe „Heterosexuell“ und „Homosexuell“ auch nicht mehr verwenden. Und gerade die Homosexuellen differenzieren sich ja, um in der Gesellschaft nicht heimlich, sondern als Homosexuelle akzeptiert zu werden. Warum also KEINE Trennung der Begriffe für die unterschiedlichen Partnerschaften?

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    2. 1. es ging im urteil nicht darum, wass diese westliche gesellschaft für normal erachtet, sondern was rechtlich im gesellschaftliche kontext zum gesellschaftlichen frieden beträgt und als anspruch definiert werden kann. das ist der kontext der entscheidung. das eine minderheit in den westlichen gesellschaften aufgrund ihrere neigung diskrimierungsfrei dieser neigung nachgehen kann, war nicht der gegenstand. gesamtgesellschaftlich betrachtet bedarf es zum erhalt der gesellschaft immer der fremdgeschlechtlichkeit, auf welchem wege auch immer – auch bei den homoerotischen paaren mit kind. und ob derart komplexe abstammungverhältnisse nachher im vertikalausgleich eine solidargemeinschaft stabilisieren, dieser beweis muss erst noch erbracht werden. und wir werden es erleben – in ca 30 jahren. fest steht eins. die mehrheit aller menschen, der gelebeten und der lebenden lebt mit dem traditionellen ansatz nicht schlecht – seit 4 millarden jahren.
      2. und 2. was uns doch schon alles als fortschritt definiert wurde, die historische mission der arbeiterklasse, der endsieg, die endlösung der judenfrage. und alles war immer so alternativlos. mit diesen bewertung von aktuellen ansichten wäre ich doch sehr vorsichtig. das überlasse ich lieber den generationen nach uns.

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    3. Das Urteil sagt ja gar nicht aus über das Kindswohl oder wie gut gleichgeschlechtliche Paare erziehen können. Es geht lediglich um den Begriff Ehe. Dieser ist nun klar als Partnerschaft zwischen Mann und Frau definiert.
      Für gleichgeschlechtliche Partner gibt es ja schon den Begriff Lebenspartnerschaft.

      Hier werden durch Sie leider zwei verschiedene Sachen vermischt.

      Aber weil sie gerade fragen. Wie sollen denn bei gleichgeschlechtlichen Paaren denn eigentlich Kinder natürlich entstehen?

      Und diese Frage hat auch nichts mit der erzieherischen Kompetenz der betroffenen Personen zu tun. Erziehen zu lernen ist gerade das, ein Lernprozess. Manche nehmen in ernst und mache nicht so. Und das hängt nicht vom Ehepaar oder Lebenspartner ab.

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    4. Es ist seltsam, dass Sie die traditionelle eheliche Gemeinschaft so einfach (und völlig haltlos) in Frage stellen.
      Es mag ja in Ordnung sein, wenn homosexuelle Paare sich Kinder wünschen, dann aber die naturgegebene Paargemeinschaft fast zu dämonisieren, ist schon harter Tobak! Schauen Sie sich bitte einmal auf unserem Planeten
      alle existierenden Spezies und deren Paargemeinschaften an. Eigentlich müssten Sie dann bemerken, dass Sie mit Ihrer völlig haltlosen Einstellung sich scheinbar in einer ganz anderen Welt bewegen!

      Im Übrigen unterliegen Sie mit Ihrer Behauptung, Homosexuelle würden benachteiligt oder sogar verfolgt vollkommen neben den Realitäten. Und von „konservativen Irrsinn“ zu sprechen, und damit eine Jahrmillionen alte evolutionäre Entwicklung in den Wind schlagen zu wollen,
      zeugt doch eher von Ahnungslosigkeit.

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    5. Ich gebe kira völlig recht.
      Dieses Urteil ist ein Witz in der heutigen Zeit.
      Wenn nicht sogar als traurig zu bezeichnen.
      Man sollte die Personen prüfen, ob sie überhaupt fähig sind, in der heutigen Zeit urteilen zu können.
      Ich kenne mittlerweile genug V+M+K Ehen wo das Kind heftig geschlagen wird und ohne Liebe auf wächst.
      Und außerdem ist die Ehe eine Erfindung der Kirche…. Geld machen mehr nicht, sich wichtig tun. Und man braucht keinen Ehe Vertrag um glücklich zu sein und auch keinen Ring. Im Herzen spielt sich alles ab.

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    6. Hallo Kira,
      „In der heutigen gesellschaft sind homosexuelle Pärchen normal.“
      Wenn ich mir den CDS oder ähnliche Veranstaltungen ansehe, dann sind diese Menschen für mich jedenfalls nicht normal. Sie wollen vielleicht normal sein, benehmen sich aber nicht so. Ein Kind in eine solche Gemeinschaft zu geben erachte ich mehr als fahrlässig. Den Kinderwunsch kann ich noch verstehen, aber das Wohl des Kindes sollte immer im Vordergrund stehen.

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      1. Hallo Hermann,
        wenn ich mir so einige Fußballfans, Karnevalisten, Ballermänner und -frauen anschaue, entspricht das auch nicht meiner Idee von Normalität. Wollen wir jetzt allen diesen Menschen absprechen, in ihrem Alltag gute Familienmenschen zu sein?

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    7. Nur zur Info: Toleranz bedeutet nur „Dulden“ nicht „völlig akzeptieren“. Warum ist das nur ständig Thema? Warum muss das jedes Mal völlig in den Vordergrund gerückt werden? Mich persönlich nervt es inzwischen nur noch, dass durch die „political correctness“ alle kulturellen, religiösen, und andere Hintergründe so angepasst werden, dass alle zufrieden sind. Ich habe als Kind gelernt, dass dies niemals möglich ist und noch dazu erfahre ich dies immer und immer wieder. In diesem Jahr, etwas entgegen der Meinung eines anderen zu sagen, bedeutet gleich, dass man intolerant, ignorant und engstirnig ist. Aber eine andere Meinung zu haben ist natürlich.
      Hier geht es in keinster Weise um meine eigene Meinung zur gleichgeschlechtlichen Ehe. Hier geht es um den nervigen Fakt, dass alle Welt meint Recht zu haben und meine eigenen persönlichen Erfahrungen mit neuen „political correct“ Erfahrungen überschrieben werden sollen. Ich habe nichts gegen die Menschen, die homosexuell sind, aber dass sie ständig so in den Vordergrund gerückt werden und alle doch darüber reden, mehr Toleranz zu walten, ist mehr als übertrieben. Es ist genug Toleranz da, mehr kann man sich nicht erhoffen, denn nicht jeder wird der selben Meinung wie du sein. Wie bereits gesagt, Toleranz bedeutet Dulden. Wenn du willst dass alle völlig akzeptieren, dann sprech es doch bitte als so etwas aus. Denn das ist meiner Meinung nach, dass was du willst. Nicht „mehr“ Toleranz.

      Und es ist ein unerreichbares Ziel. Seien wir Realistisch. Wenn wir unsere Gesellschaft noch Toleranter machen, hat keiner mehr eine eigene Meinung. Beziehungsweise sprechen wir es richtig aus: Keiner darf mehr sagen, was er wirklich denkt. Fakt ist, dass Homosexuelle sich outen können und Fakt ist, dass sie nicht mehr ermordet dafür werden. Fakt ist, dass wir sie in unserer Gesellschaft dulden und inzwischen mit dem selben Respekt begegnen, den jeder andere auch bekommt. Aber das heißt noch lange nicht, dass jeder sie so sieht wie du. Das auch jeder sie so behandelt wie du. Und sie nur für ein Coming out zu feiern, finde ich ein wenig übertrieben? Ich interessiere mich genauso wenig für ihre Beziehung zu jemand anderen, wie für jedes andere Paar auch, selbst wenn es ein Mann-Frau Paar ist. Was willst du noch mehr? Ist es wirklich so wichtig zu heiraten? I don’t see the benefit of this. Fakt ist die Welt bleibt unfair, egal wie sehr wir für Rechte kämpfen. -> siehe die gute Frauenwelt.

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      1. Abgesehen davon, dass ich Ihren Toleranzbegriff sehr wirr finde, frage ich mich, ob Sie auch heute noch den Satz schreiben würden: „…und Fakt ist, dass sie nicht mehr ermordet dafür werden.“?
        Übrigens: Sie dürfen Ihre Meinung sagen, aber Sie müssen es auch aushalten, dass andere wiederum eine Meinung dazu haben und Sie für engstirnig, intolerant … halten.

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      2. Antwort auf Charlotte (hab keien direkten „Antwort“-Link da gesehen):

        „Abgesehen davon, dass ich Ihren Toleranzbegriff sehr wirr finde“

        Also gut, dann versuche ich mal, das etwas weniger wirr zu sagen (in der Annahme, dass Hans das auch so sieht):

        Toleranz ist die _H_a_l_t_u_n_g_, zu ertragen, dass jemand etwas Falsches tut oder sagt. Wobei diese Haltung deswegen gut ist, weil sich Menschen nicht immer einigen können, was denn nun richtig oder falsch ist.

        Toleranz hat ihre Grenzen: die meisten Leute tolerieren nicht, wenn jemand einen Ausländer zusammenschlägt, und das ist gut so. Gegen die Aussage, dass der Holocaust nicht stattgefunden hat, gibt es in D sogar einen eigenen Zensurparagraph, das wird ebenfalls nicht toleriert (ich persönlich würde lieber sachliche Argumente wie auf http://www.h-ref.de propagieren …).

        Neuerdings wird Toleranz oft mit Relativismus verwechselt (was ich zuweilen als „Tolleranz“ bezeichne). Relativismus ist die _M_e_i_n_u_n_g_, dass Wahrheit relativ ist („du hast deine, ich habe meine Wahrheit, beide sind gleich gut“).

        Wer solche Tolleranz fordert, der möchte also, dass jeder, der an eine absolute Wahrheit glaubt, seine Meinung ändert, kann also nur Varianten des Relativismus tolerieren. Jeder andere Meinung gegenüber ist wer damit intolerant.

        Wenn dann diese Intoleranz mit dem Satz „Keine Toleranz gegenüber Intoleranten“ begründet wird, dann ist das Intoleranz im Namen der Tolleranz.

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    8. das juristische prinzip dahinter ist nur gleiches als gleich zu behandeln. die ehe bzw. partnerschaft zwischen mann und frau ist nach wie vor die einzige biologische möglichkeit, kinder zu zeugen und auf diese weise für den fortbestand einer gesellschaft zu sorgen. in diesem sinne ist es nicht diskriminierend anderen gegenüber, sondrn im vitalen interesse jeder gesellschaft, diese form der partnerschaft eben *nicht* gleich wie alle anderen denkbaren zu behandeln.

      natürlich iat ein kind in einer guten homosexuellen partnerschaft besser aufgehoben als in einer schlechten heterosexuellen. das ändert aber nichts an der menschlichen biologie, gemäß derer es einer ei- und samenzelle bedarf um leben zu zeugen. homosexuelle paare brauchen im gegensatz zu den meisten heterosexuellen paaren zeit, geld und medizin, damit das geschehen kann.

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    9. Oh wow, da kam ja einiges an Antworten. Dann geht’s mal los.

      @Christina Müller
      Verraten Sie mir, WIE ein gleichgeschlechtliches Paar in der Erziehung dem Kind schaden soll. Ein GP (ich werde es folgend nur noch abkürzen) wird sich genauso um das Kind kümmern: es wird das Kind anziehen, zur Schule bringen, Essen zubereiten, für es da sein, alles. Der einzige Unterschied ist das Geschlecht der Eltern. EIn alleinerziehender Vater kann ein Kind großziehen, aber zwei Väter? Ungeheurlich! Eine Single-Mutter zieht unter großem Aufwand zwei Kinder groß, aber zwei Mütter? Wie schrecklich. Nein, es gehört zur Aufklärung dazu. Ein Kind mit einem GP wird nicht krank. Im Gegenteil. Es wird lernen, dass es auch anders funktioniert.
      Dazu wird sich ein Kind komplett selbstsändig finden und orientieren. Überlegen Sie mal: Wie viele Schwule und Lesben haben ein GP als Eltern? Der Anteil dürfte gering ausfallen. Auch in normalen Ehen kommen homosexuelle Menschen heraus.

      @Knut:
      Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Aber zur Diskriminierungsfreiheit gehört für mich auch, dass man den Menschen nichts verwehrt, was jeder andere auch kriegen kann – in diesem Fall eine Ehe. Zudem möchte ich die Mann-Frau-Ehe nicht infrage stellen. Aber wenn sie funktioniert, warum soll es nicht auch anders gehen (siehe oben)? Außerdem erscheitn es mir doch sehr fragwürdig, eine Homoehe mit dem Endsieg zu vergleichen. Wir wissen heute, dass Smartphones ein Fortschritt sind, welche es geschichtlich betrachtet erst seit gestern gibt. Da kann man durchaus auch GP als einen sehen.

      @Antwort@Kira:
      Warum müssen sich Menschen an begrifflichkeiten aufhängen? Fühlt es sich einfach nur besser an, wenn man selber etwas haben darf, was anderen verwehrt bleibt? Muss „Ehe“, einfach nur ein kleines Wort, einer heterosexuellen Elite vorbehalten bleiben? Es wäre ja schön, wenn eine Ehe wirklich mit einer Lebenspartnerschaft gleichgesetzt wäre – sie ist es nur nicht. Zum beispiel genießt eine Lebenspartnerschaft nicht den besonderen Schutz durch die Verfassung (GG, Art. 6), um nur ein Beispiel zu nennen.
      „Wie sollen denn bei gleichgeschlechtlichen Paaren denn eigentlich Kinder natürlich entstehen?“
      Darum geht es mir auch gar nicht. Auf rein biologischem Wege ist es GP nicht möglich, Kinder zu zeugen. Das muss in Ehen auch nicht zwingend gegeben sein, falls der Mann zeugungsunfähig ist oder die Frau keine Kinder gebären kann. Da muss natürlich adoptiert werden.
      „Erziehen zu lernen ist gerade das, ein Lernprozess. […] Und das hängt nicht vom Ehepaar oder Lebenspartner ab.“
      Das leist sich für mich wie „Es ist ganz egal, wie die Ehe aussieht. Wenn gut erzogen wird, ist doch alles gut.“ Und genau so sollte es sein.

      @Jennifer: Den Text habe ich nur auf die Schnelle überflogen, aber prinzipiell werden gute und schlechte Beispiele aufgezeigt. Ein GP muss nicht zwingend gut erziehen – und das ist Mist. Selbiges trifft aber auch auf M-F-Ehen zu.

      @Dieter Krogmann:
      Ihr Kommentar gefiel mir am besten, da sie mich vermutlich nicht im Geringsten verstanden haben. Ich dämonisiere nichts. Ich begrüße M-F-Ehen genauso wie GP-Ehen.
      Jetzt muss ich Sie allerdings aus Ihrer Traumwelt holen. Homosexuelle werden immer noch benachteiligt, das fängt schon mit der Definition einer Lebenspartnerschaft an (s. oben). Zwar werden sie nicht politisch verfolgt (was ich auch nicht sagte), aber es kommt dennoch zu Anfeindungen. Das beste beispiel hierfür ist doch das gestrige Shooting in Orlando. Egal, aus welchem Hintergrund das kam, es ist eine homosexuellenfeindliche Attacke mit 50 Toten gewesen. Sagen Sie mir nun nochmal, dass Homosexuelle nicht diskriminiert werden.
      (Dennoch ein großes Dankeschön an Sie, Ihr Kommentar war göttlich zu lesen.)

      @Hermann:
      Normal ist letztendlich ein sehr dehnbarer Begriff. Das Wort stammt ab von einer Norm, aber muss etwas Abnormales – etwas Unkonventionelles – wirklich etwas Schlechtes sein? Inwiefern verhalten sich diese Menschen unnormal? Dass sie mit anderen Menschen desselben Geschlechts verkehren? Für sie ist das genauso unnormal, wenn Sie mit Ihrer Frau schlafen. Homosexuelle haben ein ganz normales Leben wie Sie und ich. Sie müssen wie wir arbeiten, bestenfalls eine Familie ernähren, gehen genauso gerne auf Veranstaltungen und schauen Fußball wie jeder andere Normale auch. Was machen sie anders? Richtig: nichts. Hier verweise ich gerne nochmal auf meinen ersten Absatz.

      @Hans: Pardon, „akzeptieren“ wäre wirklich das deutlich bessere Wort gewesen. Toleranz bringt genau Nüsse, wenn man nicht akzeptiert.
      Nun, mit Political Correctness, was wirklich ein Krampfthema ist, hat es für mich hier relativ wenig zu tun. Immerhin müsste man hier nichts anpassen. Wenn Schwule eine Ehe schließen könnten, würde sich für Sie und viele Millionen andere Paare nichts ändern.
      Leider gibt es wirklich da draußen zu wenig Akzeptanz (jetzt habe ich das richtige Wort!), wobei es aber dennoch auch oft genug an Toleranz mangelt. Das muss nicht zwingend Sie betreffen, weil sie ja offensichtlich nichts gegen Homosexuelle haben, aber es gibt heutzutage leider noch zu viele Gegner…
      „Fakt ist, dass Homosexuelle sich outen können und Fakt ist, dass sie nicht mehr ermordet dafür werden.“
      Auf rein politischer Ebene haben Sie heir recht. Aber es sterben immer noch genug Homosexuelle wegen ihrer Neigung (s. Orlando).
      Ich halte es übrigens genauso irrsinnig, jemanden für sein Coming Out zu feiern. Wie bei Ihnen interessiert es hier auch keinen, für welches Geschlecht ich mich interessiere.
      Um zu einem Schluss zu kommen, es muss niemand alles so sehen wie ich, aber es wäre ein guter Schritt in wirkliche Richtung Gleichstellung gewesen. Heiraten ist für manche Menschen etwas Wichtiges im Leben, das muss aber jeder für sich selbst entscheiden. Ich für meinen Teil bin klar für eine Ehe, doch nicht für Unfairness gegenüber Andersdenkenden.

      @yumiyoshi:
      Wowowow. Nein. Aus. Die Ehe ist keine Möglichkeit, Kinder zu zeugen. Sie ist durchaus dazu da, Unterhaltsfragen zu klären, aber auch ohne Ehe kann man Kinder zeugen – was heute Gang und Gebe ist. Aber was ist mit Ehepaaren, die keine Kinder haben wollen? Ist das im „vitalen Interesse“? Eher nicht…
      Ich verstehe durchaus Ihren Denkansatz hierbei, aber ich finde, die Ehe sollte man nicht am Kinderzeugen festmachen.

      @Sebastian Dieter:
      Das Urteil bringt genau gar nichts für das Kindeswohl. Ehen gibt es übrigens auch erst seit einigen hundert Jahren, aber das wäre Krümelkackerei. Jedenfalls würde diese „Splittergruppe“ einen Schritt in Richtung Gleichstellung erreichen. Überlegen Sie doch mal, was haben Sie davon? Genau: nichts. Heterosexuelle werden weiterhin Heterosexuelle heiraten und Homosexuelle würden weiterhin nicht für eigenen Nachwuchs sorgen können, ob mit oder ohne Ehe. Was ist vielen hier der Dorn im Auge, dass es plötzlich auch Lesben möglich wäre, genauso einfach zu adoptieren wie jeder andere? Solange sie dem Kind nicht einprügeln, dass sie gefälligst homosexuell zu sein haben (was viele Heterosexuelle durchaus in ihrer Erziehung tun), ist doch alles gut.

      @Holger: Die Ehe wird hier kaum verändert. Es wäre lediglich die Sache, dass auch GP heiraten dürfen. Oh Gott, ein Weltuntergang. Plötzlich dreht sich die Sonne doch um die Erde! Ihr vergleich hinkt…

      @Oliver Grimm:
      Da stimme ich Ihnen zu. Ironischerweise ist uns hier die USA weit voraus…

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      1. Ach ja die Amerikaner. Műssen wir wirklich alles Űbernehmen was aus den U.S.A. kommt? Ich bin der Meinung NEIN.

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    10. Warum fällt es homosexuell lebenden und zugleich probagandierenden Pärchen eigentlich so schwer, eine eigene Begrifflichkeit für diese von Ihnen in der heutigen Gesellschaft „normalen“ Lebensform zu finden? Mal unabhängig von einer Wertung braucht etwas Neues, was mit dem bisherigen nicht vergleichbar (!) ist, auch eine neue Bezeichnung. Ansonsten sind wir im babylonischen Sprachenchaos angekommen und müssen ständig einen Zusatz hinterherschleifen, welche geschlechtliche Variante hier denn jetzt mit der Ehe gemeint ist. Und nebenbei bemerkt: Es macht einen Unterschied, ob zwei Männer bzw. zwei Frauen Kinder erziehen- oder eben die klassische Konstellation von Mann und Frau. Für diese Basics brauchen wir keine Studien- da reicht der gesunde Menschenverstand und eine jahrtausendealte durchaus bewährte Kulturgeschichte 🙂

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  3. @kira
    1. es ging im urteil nicht darum, wass diese westliche gesellschaft für normal erachtet, sondern was rechtlich im gesellschaftliche kontext zum gesellschaftlichen frieden beträgt und als anspruch definiert werden kann. das ist der kontext der entscheidung. das eine minderheit in den westlichen gesellschaften aufgrund ihrere neigung diskrimierungsfrei dieser neigung nachgehen kann, war nicht der gegenstand. gesamtgesellschaftlich betrachtet bedarf es zum erhalt der gesellschaft immer der fremdgeschlechtlichkeit, auf welchem wege auch immer – auch bei den homoerotischen paaren mit kind. und ob derart komplexe abstammungverhältnisse nachher im vertikalausgleich eine solidargemeinschaft stabilisieren, dieser beweis muss erst noch erbracht werden. und wir werden es erleben – in ca 30 jahren. fest steht eins. die mehrheit aller menschen, der gelebeten und der lebenden lebt mit dem traditionellen ansatz nicht schlecht – seit 4 millarden jahren.
    und 2. was uns doch schon alles als fortschritt definiert wurde, die historische mission der arbeiterklasse, der endsieg, die endlösung der judenfrage. und alles war immer so alternativlos. mit diesen bewertung von aktuellen ansichten wäre ich doch sehr vorsichtig. das überlasse ich lieber den generationen nach uns.

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  4. Ehe für Schwule = ich bin anders möchte aber ums Verrecken gleich sein. Der nächste Schritt sind Kinder in solche ‚Ehen‘ = ein großes Geschäft. Es geht wie immer ums große Geldmachen. Dazu wird eine Mehrheit für dumm verkauft.

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  5. Das Urteil ist ein wichtiger Sieg für das Kindeswohl, für den Fortbestand unserer Gesellschaft überhaupt.
    Ausgerechnet eine Splittergruppe von wenigen Prozent maßt sich an das ändern zu wollen, was seit Jahrtausenden gilt und sich bewährt hat, die lebenslange und gleichzeitig lebensstiftende Verbindung zwischen einer Frau und einem Mann. Nichts gegen Homosexuelle und trotzdem darf die Ausnahme nicht zur Norm erhoben werden.

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  6. …irgendwie hat das aber doch jahrtausendelang funktioniert. Mann-Frau-Kind. Wie sollen überhaupt zwei Männer oder zwei Frauen zusammen ein Kind zeugen? Früher war das so, dass die Zeugung und Geburt eines Kindes die Liebe zwischen Mann und Frau verstärkt hat. Natürlich gibt es das heute auch noch. Das ist der natürlichste Weg. Eine Gesellschaft, die nur aus gleichgeschlechtlichen Paaren bestünde, könnte nur eine Generation lang überleben.

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  7. Auch wenn man mit viel Energie andere Konstellationen als „Normal“ definieren möchte. Mann und Frau sind füreinander geschaffen – auch wenn wir uns noch so bemühen, es anders zu definieren. Ebenso können wir das Sonnenlicht als Dunkel bezeichnen – es bleibt dennoch HELL für alle. die sehende Augen haben.

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  8. Ein solches Urteil hätte ich in Amerika erwartet, aber nicht in Europa.
    Aber in Zeiten wo ein Land wie Saudi Arabien den Vorsitz des UN Menschenrechtsrat hat ist ein moralischer und zwischenmenschlicher Rückschritt wohl nicht weiter verwunderlich…

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  9. >>Wenn von gewissen Kreisen behauptet wird, dass die ‚gleichgeschlechtliche Ehe‘ ein Menschenrecht sei, dann ist spätestens jetzt klar: solche Behauptungen sind falsch, entbehren jeder Grundlage, und erfolgen wider besseres Wissen.“<<

    Achso…und weil das der eur. Gerichtshof sagt, dann ist es so richtig, vor allem gerecht.
    Ich finde es eher verbohrt, nicht der Zeit angepasst, unsozial und völlig intollerant!
    JEDER soll/kann wie er möchte leben…solang er anderen nicht schadet.
    Meine ganz persönliche Meinung…Hossa!

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  10. „Artikel 12 der Konvention stellt die Ehe in einen direkten Zusammenhang mit der Ehe.“

    Da ich mal annehme, dass hier keine total sinnlose Aussage zitiert werden soll, vermute ich einen Abschreibfehler o.ä.

    Vermutlich ging es um den Zusammenhang von Ehe ujnd familie.

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  11. Hier wird ständig mit Kinder und Kinderzeugung argumentiert. Es ging, soweit ich das verstehe, zunächst nur um die Eheschließung und Ehe. Der staatliche Schutz gilt nicht nur für Paare mit Kindern, sondern auch für eine dauerhafte Verbindung von zwei Menschen, traditionell Frau und Mann. Der Staat schützt auch die kinderlose Ehe, weil Ehe eine gegenseitige Fürsorgegemeinschaft ist. Das können aber zwei homosexuelle Menschen genauso sein. Von daher ist das Urteil in meinen Augen völlig unverständlich und diskriminierend.
    Das Zusammensein mit Kindern ist, denke ich, ein zweites Thema, wenn auch eng anschließend. Dass Kinder auch in homosexuellen Ehen klar kommen, ist in meinen Augen hinreichend abgesichert. Was ihnen dadurch fehlt, dass ein fremdgeschlechtlicher Elternteil fehlt, ist unsicherer. Damit müssen aber auch Kinder von Alleinerziehenden oder früh Verwitweten leben lernen.

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    1. „Von daher ist das Urteil in meinen Augen völlig unverständlich und diskriminierend.“

      Inwiefern kann eine Definition eines Sachverhalts diskriminierend sein?

      Die Ehe ist eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau. Auch Homosexuelle können eine Ehe eingehen, wenn sie es wollen – es gibt kein Gesetz, dass einem homosexuellen Mann verbietet, eine lesbische Frau zu heiraten (auch homo-hetero „Mischehen“ sind nicht verboten). Nur in der Regel verspüren homosexuell empfindende Menschen keinen solchen Wunsch.

      Es ist ja auch keine Diskriminierung, wenn zwischen Personenkraftwagen und Lastkraftwagen unterschieden wird!

      Die Frage der Diskrimierung kommt doch _e_r_s_t_ bei der Frage auf, ob Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher Menschen den Ehen gleichgestellt werden sollen oder nicht.

      Dass jemand, der einen PKW-Führerschein hat, deshalb noch keinen LKW fahren kann, ist nicht diskriminierend, weil es sachliche Gründe dafür gibt. Die entscheidende Frage hier ist also, ob es sachliche Gründe gibt, zwischen Ehe und Lebenspartnerschaft juristisch zu unterscheiden.

      Ein solcher Grund könnte z.B. das Kindeswohl sein (siehe den Link von Jennifer: http://australianmarriage.org/quartet-of-truth-adult-kids-of-gay-parents-speak-out ). Über solche Argumente dann dann sachlich diskutiert werden.

      Aber zu verlangen, dass Dinge _u_m_d_e_f_i_n_i_e_r_t_ werden, um „Diskriminierung zu beenden“, ist im günstigsten Fall naiv und im schlimmsten eine Methode, über die mehr erfährt, wer im Netz nach „1984 Neusprech“ sucht.

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  12. In einem Schreiben wurde Gesagt das wir uns ein Beispiel nehmen sollen von den Amerikanern, was gleichgeschlechtliche Partnerschaft betrifft. Műssen wir wirklich alles Nachmachen was die U.S.A. betrifft? Amerika ist nicht in allen Sachen ein gutes Vorbild. Selbst das Kőpchen anstrengen und nicht immer nur der Affe sein von den Amerikanern das ist meine Meinung.

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